Frauen treffen mallorca

Mirko Allwinn: Wir können noch früher ansetzen bei den Gewalttaten in Paris. Diese Taten haben sich hauptsächlich inmitten unserer westeuropäischen Gesellschaft ereignet und sind uns auf erschütternde Art präsent wie seit dem IRA-Terror in Großbritannien oder dem RAF-Terror in Westdeutschland nicht mehr.Das ist möglicherweise eine neue Welle von Terror und Gewalt, die massiv über uns hereinbricht. ist Kriminalpsychologe am "Institut Psychologie & Bedrohungsmanagement" in Darmstadt.Seine Arbeitsschwerpunkte sind die verschiedenen Formen zielgerichteter Gewalt - zum Beispiel "School Shootings" oder Amokläufe durch Erwachsene.

Wenn wir nach Würzburg, München, Reutlingen oder Ansbach schauen - all diese Gewalt hat sich hier in Deutschland ereignet.

Mitten in unserer Gesellschaft, im öffentlichen Raum, wo viele von uns tagtäglich verkehren.

Vor allem, wenn auf dem Smartphone der Newsticker nonstop läuft.

Das hat dann eine besondere Wirkung auf jeden einzelnen und die Gesellschaft im Ganzen.heute.de: Wie beschreiben Sie diese besondere Wirkung?

Allwinn: Es kommen Gefühle der Furcht, der Angst oder gar der Ohnmacht auf. Viele Menschen, die gut und sicher gebunden sind, haben einen Glauben an eine gerechte Welt. Hinzu kommt, dass durch die mediale Berichterstattung über die Gewaltserie die Taten bei vielen Menschen eine noch massivere Präsenz einnehmen.

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